Unabhängig von einander sind „Treffpunkt Weltzeituhr“ und „Hexenfeuer“ auf meinem SuB gelandet. Erst im Nachhinein fiel mir auf, dass beide von derselben Autorin stammen. Nachdem ich das Eine beendet habe, bin ich sehr gespannt auf das Andere.
Inhalt:
Inka ist 14 Jahre alt und lebt seit 4 Jahren bei ihrer Mutter in der Bundesrepublik Deutschland. Vorher hat sie in einem Kinderheim in der DDR gewohnt. Jetzt macht Inkas Klasse eine Klassenfahrt nach Berlin und wird auch Ost-Berlin besuchen. Inka, die seit vier Jahren nicht mehr in ihrer ehemaligen Heimat gewesen ist, ist zuerst unsicher, ob sie mitfahren soll, was sie dann aber tut. In Ost-Berlin möchte sie sich mit einer früheren Freundin, Tutty, treffen. Aber will Tutty überhaupt noch etwas mit ihr zu tun haben, jetzt wo sie im Westen lebt?
Während der Fahrt nach Berlin und später zurück, nehmen Inkas Gedanken einen mit in die Vergangenheit. Auf diese Weise erfährt man parallel zu dem aktuellen Geschehen ihre Vorgeschichte. Wie kam es dazu, dass Inka die DDR verlassen musste und so mancher ihrer Freunde sich von ihrer abgewendet hat? Wird sie ihre Mutter, von der sie aus ihrer Welt im Heim gerissen worden ist, je verstehen? Wird Inka in der neuen Schule Freunde finden?
Meine Meinung:
Zwar finde ich die Idee, über Erinnerungen die Vorgeschichte zu erzählen gut, aber häufig ist der Wechsel zwischen früher und jetzt verwirrend.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er einfach gehalten war, ohne flach zu wirken. Dadurch kann man sich in Inka hineinfühlen, auch wenn man ihre Situation nicht nachempfinden kann.
Da das Buch nicht nur in der Zeit des geteilten Deutschlands spielt, sondern auch in dieser geschrieben worden ist, wirkt es noch authentischer und bringt einem diese Zeit (samt alter Rechtschreibung ;-) ) nah.
Obwohl „Treffpunkt Weltzeituhr“ genau genommen die Fortsetzung von „…und keiner hat mich gefragt“ (welches ich nicht gelesen habe) ist, versteht man es auch ohne den ersten Band gelesen zu haben problemlos.
Von mir gibt’s 4 von 5 Punkten.
Ich würde sagen, das Buch kann man ab etwa 12 Jahren lesen.
Bis zum nächsten Mal bzw. Buch,
Eure Karatemaus